Archive for Oktober, 2006

in sich ruhen

Dienstag, Oktober 31st, 2006

Einen Schritt
zurück tritt das Draußen
nun ist mein
Fühlgrenzband wieder fühlbar

ich falte mich ein
horche mich innerlich aus

meine Fingerkuppen
fremd auf meinen Wangen
außerhalb
ist nichts mehr Pfeilblick gleich entrückt.

Mein Inneres Spüren
erhebt sich
zieht Hauchduft
leicht den Kopf zu heben

schau ich mir
aus dem Seelenglasfenster
und spiegel mich in leiser Hinterglasmalerei

hier drin ist es warm
und ruhig

leicht wiegen die Atemgezeiten sich aus
und lauschen sich selbst

der Faden aus Sand rinnt lautlos
hernieder

durch den Willenstrichter schwebt nun
federgleich
getragen von Dir
Kraft
Ich Mir bin.

Dienstag, Oktober 31st, 2006

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auf zehenspitzen

Montag, Oktober 30th, 2006

Die Obacht meiner Pfeilblickferne verdichtet sich vor Deinem Blick
im Brennglas
scheint der Nasenwurzel Wölbung Dein Seelenbild zu fassen.
Kein Platz mehr bleibt dem Hinteraugenklar zum Atmen

presst hinaus auf Augenstielen
sucht Fenster in dem Spiegel Deines feil gebotenen Bildes
wohl bemessen
geschliffene Gedankenblitze.
Das Adernrot im Augenweiß
darf flackern nur nicht reißen, nicht betrüben Seelenglas
so flieht eine Deiner Federn

schon von mir gefangen
im Saugestirnenspinnennetz.

Mein Hüpfballherz auf Zehenspitzen bläht Wortbalkon und Horchgefälle
zu
Mauern

die Beute außer sich wie ich

verloren
nicht im Einwärtsfalten
erst gestohlen

Seelenbeute.

zeit zu grüßen

Freitag, Oktober 27th, 2006

Innere Sekunden

sind Minuten gleichförmiger Langsambetrachtung.
Entspannung sich innerlich versichert, dröge Leere mit zusammengebissenen Zähnen gepackt.
Die Augen spüren den Kiefer nicht mehr.

Der Federschwindel ist die Lüge des Willens gegen das Kinngewicht.
Mein Kopf läuft aus. Gleichmäßig langsam.

Schmerzender Liderschlag verrät die wahre Last.
Es ist Zeit zu grüßen

den Schlaf.

blick in den trichter

Freitag, Oktober 27th, 2006

Das gefühlte Ende ist fern.

Was vor zwei Händen voller Frühling noch ein ungeglaubt gewusstes gedankenspiel gewesen, ist nun überzeugt denkbar geworden.
Glieder fühlen ist
Wissen spüren durch Erfahrung.

Der Horizont ist ein Trichter von noch unendlicher Breite.
Ich sehe den schwarzen Punkt pfeilblickfern am Ende der zulaufenden Spitze
nicht.

Nicht später als der 21. April 2091.
Das ist tropftrudelschweres Kinngewicht. Schon jetzt.

regen ahnen

Freitag, Oktober 27th, 2006

Am Anfang waren Tränen.

Schmerzfreudentränen perlen liebevoll die sanfte Ahnung eines Regens auf unberührte Haut.
Erst dann weckte das Wort.
Schon vertraut, noch nie in dieser ungedämpften schneidend klaren Deutlichkeit vernommen, haucht es die erste Feder wie einen Sonnenpfeil in das Allerinnerste.
Hallo.

Eindruck. Atmen.

Ich bin da.