vergehen

Aufwärts steigt des Blutes Frieren
in Arme, Rücken, Hinterkopf.

Die Nackentüre öffnet sich
Zitterkälte

ein Würgehauch
es kräuselt eisig
unter Deine Schulterblätter
Espenlaub
wird Herzgeflatter

Angsterwachen in den Gliedern
Schimmerschauer, Ahnungsfühle
Schrankenfall und Dunkeltore
hinter Dir
gähnen schwarz
in Lähmungskühle
ein Lebenszittern
schüttelt Dich.

Abwärts zieht der Lebenssaft
ertränkt den Mut
nur Glühwurmlicht
und nassgerupfte Federklumpen
keine Kraft.

Der Gaumen drängt zum Hirngestirn
Zunge stirbt im Zähneklappern
Von oben hüllt der dunkle Mantel
Hoffnungstod.
Seelenhals am Galgen hängt
Angstschreistille mich umfängt
Seelengrausen
Lieblosschmerz
nur Knochenklappern
bleibt im Herz.

Kriechend schwarzes Wolkendunkel
schleicht sich vor
nimmt Gestalt
ist so kalt

dringt
fühletzend Greifekrallen
in mich ein

letztes Schrei!n

ein Leid getan.

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