Archive für 13.11.2006

Der Liebe Stärke

Menschlein trotzt
den Lebensstürmen
in die es sich hat vorgewagt.
Sorgenwolken hoch sich türmen
kämpft es mutig unverzagt.

Des Gegners Hiebe
ihn dann schlauchen,
Kraft zur Liebe
wird zum Brauchen

des andern Menschlein, Ruhekissen

vom Rückhalt geben
ausgedorrt

selbstlos
es den Kämpfer stärkte,
weht nun selbst
im Sturme fort.
Kaum
dass der Kämpfer es bemerkte,

wurde es hinfort gerissen.
Hängt noch an der Liebe Band
nun flatternd in des Sturmes Weite
zum Zerreißen angespannt
reißt schon
an der schwachen Seite

Ein wahrer Freund, vielleicht ein Held
der innehält
von Angst besessen
Band könnt reißen
selbst vergessen
sich beeilt

sich rettend hinterher zu schmeißen

Irrlichtpaar in Sturmgewalten
Funkentanz
fortgespült
ausgekühlt
nicht so ganz
Glimmgestalten.

Zwei Lichtlein müssen nicht verglüh’n
vereint sie mit dem Winde zieh’n

andernorts.

Der Stärke Liebe

Andernort

Ein Menschlein droht
der Schicksalsmacht
Kampfgesicht
Herzensnot

Rest Seelenband
in der Hand
Glimmt so fern
der Liebe Stern
der Hoffnung Licht

ausgelacht
von Schicksals Wort.

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