Volksverhelfer

Ihr Überwinder, Lösungsfinder,
seid Gotteskinder, Volksverbinder.
sucht Willenskrieger, Angstbesieger,
nährt Leistungsträger, Überflieger!

So hoch führt Ihr die Spannungsleitung
mit Händen fangt Gewitterblitze
Schaut täglich aus der Tageszeitung
Sprecht spritzig feine Sprachenspitze

Mit blumig weichem Stahlglanzlächeln
führt Welten, Krieg, Globalverkehr
versteht das Kuppeln, Tritteln, Rächeln
gewandt, galant, bedeutungsschwer

Erschnüffelt blind aus Eurem Sitz
das Volk, dass Euch verdauen mag
habt Euch aus einem Holz geschnitzt
das oft im Wind gebogen lag.

Und in die Bücher der Geschichtler
verbohrt Ihr Nase, Augen, Ohren
dass Eure edlen Glanzgesichter
gehn für die Nachwelt nicht verloren.

5 Responses to “Volksverhelfer”

  1. brynhild sagt:

    Ein weiter Geist für eben dieses
    und meinen Respekt zur Nacht

    und hinter allen diesen

    hat`s ein paar leise, feine
    mit sich im Reinen
    seelensinnige Gesichter
    jedoch
    ohne heilsbringende Scheinheiligkeit
    denn das wäre der anderen Dogmatik
    zugewandt.

    Denen oben, von Dir so trefflich
    ausgespähten
    kann ein wacher Geist entgegen treten
    wo treten nicht verspricht
    dem andern ins Gesicht
    sondern hoch den Kopf
    und im Herzen Würde
    ertragen sinngewandte manche Bürde
    und sei es nur der eigne Lohn
    daß man dem Reichtum trotzt
    doch ohne Frohn und mit etwas lächelndem Hohn.

    Doch ist dies nicht immer so arg leicht
    den Fähnlein die im Winde hängen
    aus dem Weg zu geh`n
    und aus den Büchern all der Zeit
    wird von den leisen Menschen wenig stehen.

    So danke ich für den Quell auch
    solcherart Gedanken

    und wünsche eine gute Nacht
    Brynhild

  2. blogpoesie sagt:

    Sehr gelungen!
    Würde ich in meinem Bloghaus gerne als „Gastgedicht“ veröffentlichen und dein Blog präsentieren.

    PS:
    Seelenlos doch mit Charakter,
    so sind ihre Machenschaften.
    Geld, das ist der einz’ge Takter,
    apfelsinengleich
    die Erde sie entsaften.

  3. Gedanquill sagt:

    Liebe Brynhild,

    Respekt auch Dir für Deine Zeilen
    entblättern tastend meine Worte
    wollt lang und gern darin verweilen
    Gedanken von der feinen Sorte.

    Zu Fähnlein, die im Winde steh’n
    kann folgendes ich sagen:
    Man nimmt sie und sie müssen weh’n
    geschwenkt und fortgetragen.

    Sie schmücken den, der fort sie trägt
    bald schmutzig und dann fortgelegt.

  4. Gedanquill sagt:

    Lieber Petros,

    ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich freue mich sehr über Dein Angebot und stimme gerne zu.

    Vielleicht ist das mit Geld und Handel
    ein Übel, das die Gier belohnt
    doch sorgen sie für einen Wandel
    der uns vor großen Kriegen schont

    Tauschst Du mit Deinem Gegner Werte
    wird er Dir nicht das Dach zerschießen
    die eigene Frucht nicht mit dem Schwerte
    zerschlagen und sich selbst verdrießen.

    😉 Naja, ich hoffe Du weisst was ich meine…

  5. Gedanquill sagt:

    Habe im Gedicht wegen des Rhythmus folgende Zeile geändert:

    „begreift Ihr Welten, Krieg, Globalverkehr“
    zu
    „treibt Ihr Welten, Krieg, Globalverkehr“

    Inhaltlich ändert sich die Aussage dadurch etwas.

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