Herzenshüter

Der Trüben Tränen tragen Trauer,
wie Stein die stille Zornesmauer.
Der Grube Grund zum Grab gehoben.
Der Liebe Leid läßt Leere loben.

Herr, heil’ger Hirte, Herzenshüter!
Im Geist gebroch’ne Gramgemüter
steh’n suchend starr im Seelensumpf.
Ihr Denken dunkelt dämmrig dumpf.

Ihr Wollen weicht in Wahn und Weinen,
zieht zehrend zu den Gruftgebeinen.
Hilf heilen hinterblieb’ne Herzen!
Sieh die schleifend scharfen Schmerzen!

Dein Himmel sei der Hoffnung Hort,
schützt schweigend vor den schwarzen Schatten.
Gestatte nicht ein Selbstbestatten,
der Müden eig’nen Meuchelmord.

2 Responses to “Herzenshüter”

  1. blogpoesie sagt:

    Klasse…

  2. Gedanquill sagt:

    Danke.

    Ich mag diese Zeilen sehr, weil ich glaube, dass mir damit etwas besonderes gelungen ist.

    Beste Grüße,
    Gedanquill

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