Du stinkst!

Gesicht gelackt, starr wankt das Haar zum Tanz,
die Pferde scharren stumm in Stahl geschraubt
Er pfeift, die Flusen vom Jackett geklaubt.
Im Licht döst Chrom bewehrter Haubenglanz.

Zu spät! Geschwänzt der Nässe Rituale
stirbt Reiterstiefel’s  Duft in neuem Leder.
Sie tief sich taucht in Hauch von Moos und Zeder,
verreibt der Spritzer Lehm, die Blässe und die Male.

Dem Löwenbrüllen gleicht der Pferde Schrei.
Sie stolpert hin zur Straße, halb gekleidet.
Im Walzenkreischen schmiert ihr Prinz herbei.

Ins Plüsch Sie pflanzt sich, schwach ihn meidet.
Wehrt der Hände pulen, schält sie frei.
Sein Hals sie rettet, spitzer Satz: Er leidet.

8 Responses to “Du stinkst!”

  1. blogpoesie sagt:

    Darüber werde ich erst einmal nachdenken.

  2. Gedanquill sagt:

    Und zu welchem Ergebnis bist Du gekommen?

  3. blogpoesie sagt:

    Ich sehe vor mir immer wieder ein Kinderkarussell. Aber . . .

  4. Gedanquill sagt:

    Hallo Petros,

    ich geb Dir mal nen Tip:
    Märchenprinz trifft Naturweib

    …oder böser formuliert:
    Lackaffe vom Dorf trifft Pferdenärrin

    Beste Grüße,
    Gedanquill

  5. blogpoesie sagt:

    Na, da sag ich denn einfach mal: VOLL DANEBEN! 🙁

  6. Gedanquill sagt:

    Ja, wahrscheinlich hast Du recht.

    Formal Sonett in 5hebigen Jamben (Pentameter),
    originelle (naja, unübliche) Metaphern,
    Versausgänge korrespondierend zum Inhalt, aufgebaut nach These, Antithese und Synthese.

    Aber inhaltlich kommt irgendwie nichts an, vermutlich auch nichts rüber.

    Sonett: Schwierig, schwierig…

  7. blogpoesie sagt:

    Treffer!!!
    Ich meinte nicht dein Gedicht, sondern meinen kläglichen Versuch das Rätsel zu erfassen. Interpretationsversuch will ich das gar nicht nennen.

    Ich versinke vor dem Experten in Grund und Boden. Deine Texte sind für mich wohl eine Nummer zu groß. Werde mich hier künftig mit flapsigen Bemerkungen zurückhalten.

    LG
    Petros

  8. Gedanquill sagt:

    Bist Du verrückt?

    Nimm mich und meine Texte bloß nicht zu wichtig.
    Gönne Dir eher ein leichtes Schmunzeln,
    weil sich der Pedant (ich) in handwerklichen Übungen die
    Gedanken verknotet.

    Liebe Grüße,
    Gedanquill

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