Dämonendrang

Laut schlägt das düstere Klingen der wuchtigen Glocken,
knarrende Dielen gebeugt von verfinstertem Tritt,
näher und näher schlurft schabender, schleppender Schritt.
stocksteif erstarren auf zitternder Haut ihre Locken.

Ich hab‘ sie gewittert, gefunden, und nehme sie mit!
In ausufernd wuchernder Furcht es der Wimmernden graut,
Du armselig Häuflein wirst meine im Blute erblühende Braut.
Hah, rieche vergehende Angst vor dem höllischen Ritt!

Bin panisch verkrochen in mondenerleuchteter Nacht!
Beinahe gefunden, hockst jämmerlich hinter dem Stein.
Von reiner Gesinnung errufe ich heilige Macht!

Dämonen erglühender Blick will verbrennen mein Sein!
Teuflisches Wirken hat Dich mir zum Opfer gebracht.
Verletzend Berührung, im Zeichen erstirbt Dein Gebein!

2 Responses to “Dämonendrang”

  1. blogpoesie sagt:

    Gedankenschwere Kost wortreich formuliert und gut nachzufühlen.

    LG
    Petros

  2. Gedanquill sagt:

    Hallo Petros,

    „wortreich formuliert“ finde ich gut.
    Das liegt an dem Versmaß (5hebig, Daktylen). Es soll ein Sonett sein.
    Ich finde es wirklich schwierig, flüssige Sonette hinzubekommen.
    Bis jetzt gefällt mir noch keins meiner Sonette so richtig.

    Aber ich versuche es immer wieder…

    Beste Grüße,
    Gedanquill

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.