Archive für 1.12.2007

Persimon

Die Kraft des Lichts bricht
kahle Zweige vor dem Gesicht
durch die Wolkenschicht

nicht so leicht wie ein Adler
entflieht Persimon dem Ast

Abendmahl

Der Wille ward frei durch den Schmerz
des Menschensohns opferndes Fügen.
Zum Heil weist den Geist nur das Herz,
Verstand ist die Schale für Lügen

Und Qual.

Ich sehe die Hoffnung der Liebe
zum Darwin’schen Wandel der Glut,
zum Dulden der Hiebe und Triebe
der mordenden, sterbenden Brut

Großer Zahl.

Der Rotwein ist Blut meiner Sünden,
der Laib Frucht für meine Begier.
So schluck ich das mahnende Künden,
von Liebe als göttlicher Zier

Deiner Wahl.

So schmecke ich täglich die Traube
als Sünde mir gänzlich gewahr.
und speise im ehrlichen Glaube,
dass dieses Dein Ansinnen war

Aus dem Gral.

Nackenknacken

Recht!
Gerecht,
Gericht,
Gerücht,
Geruch,
Bruch.
Ruch;
Fluch.

Gott…

Als
der Hals
trotz Gewicht
nicht sofort bricht,
ihn der Henker packt,
so dass der Nacken knackt.
Zuckend stirbt der Hände Kampf
das letzte Würgen stockt im Krampf.
Alles Fleisch wird plötzlich schwer
Seele baumelt, hin und her.
Kälte presst Gewicht
in ein Gesicht
voller Pein
zum Stein.

Gebein.

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