Archive for Februar, 2009

Aschermittwoch

Freitag, Februar 20th, 2009

In den Ecken am Morgen steht gelber Geruch.
An den Bronzen und Brunnen der Urinstinkt auch
hat gepaart sich mit einem geglückten Versuch,
den es bunt treibt aus leuchtendem Sackgassenschlauch.

Und so schiebe ich ab durch die Mitte der Plätze,
diesen schlauchlos gereift teuren Kindersportwagen.
Halte Obacht, wohin ich die Tritte mir setze,
Will nicht mehr an Kamellen vom letzten Jahr nagen.

Magenmeditation

Freitag, Februar 20th, 2009

Aus innerem Platzen erblüht diese Hitze
und gast alle Spannung aus meinem Geflecht,
entzündet mich jetzt und verletzt meinen Sitze,
es gärt mir der Geist, meine Frische wird schlecht.

Getropft, was verstopft, von den inneren Hauben,
so glucker! und quill!, was vereist liegt im Grill.
Ein heißes Verstauben, den Sinnspinn zu rauben,
der sich, nur ich nicht, mir im Kopf haben will.

Es legt sich mir nieder, verwirrend und bieder,
so gleich und so gültig verbrennt mir der Müll.
Der Geist und der Körper verschmelzen sich wieder,
so still, dass ich gerne herumliegen will.

Das Gluckern zum Rauschen, zum Tosen gebiert!
Ein Schwellen der Ströme entleert sich geballt,
Geniert drauf gestiert, was sich plötzlich verliert,
Von Leere es hallt, fühl mich alt und so kalt.

Tut gut, diese Flut, ohne Wut, voller Mut,
verebbt sich so langsam in meinem Verblassen.
Gereinigt das Wünschen, das Denken, das Blut,
zwar schwach, doch schon eins, muss ich mich nicht mehr hassen.