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Archiv der Kategorie Anfang
Trommelfell
2.7.2009 von Gedanquill.
Leichte Schläge,
immer wieder,
gar nicht träge,
auf und nieder;
Manchmal holpernd,
selten leise,
wieder stolpernd,
sanfter Weise;
Bald ein Prügeln
auf das Helle,
nicht zu zügeln,
laut und schnelle,
treibt es Beulen,
und auch Wellen,
in die Haut
an vielen Stellen,
dann Dein Lachen,
dröhnt beim Schlagen,
lässt es krachen,
kein Vertragen!
Da! Sieh! Jetzt! Wie verletzt,
ist beim nächsten Schlag zerfetzt.
Machst das Trommelfell kaputt
- und ich höre wieder gut.
Geschrieben in Anfang, hüpfballherz | Keine Kommentare »
Aschermittwoch
20.2.2009 von Gedanquill.
In den Ecken am Morgen steht gelber Geruch.
An den Bronzen und Brunnen der Urinstinkt auch
hat gepaart sich mit einem geglückten Versuch,
den es bunt treibt aus leuchtendem Sackgassenschlauch.
Und so schiebe ich ab durch die Mitte der Plätze,
diesen schlauchlos gereift teuren Kindersportwagen.
Halte Obacht, wohin ich die Tritte mir setze,
Will nicht mehr an Kamellen vom letzten Jahr nagen.
Geschrieben in Anfang, Sein Ich sein, Ende | 2 Kommentare »
Jäger des verlorenen Satzes
5.12.2007 von Gedanquill.
Ich stöbere im Wortgefledder,
und breche Zeilen an den Lauten,
die Zungen aus dem Schädel hauten,
wie kurzgeschlossene Zettelshredder.
Wo stecken all die Perlen nur,
in Ewigkeiten ausgebrütet?
Verborgene Diamantenspur,
hat zuviel Feinschliff hier gewütet?
Geheimnisse im dünnen Darme
der Verse, Bilder, Reimgebilde.
Auch Lesus Kryptus hebt die Arme,
birgt Leere, Geiles, Tote, Wilde.
Doch hinter Hof und Altpapier,
in Ekelhaft und Grab gekettet,
dort glimmen lichterfunkel vier
der Strophen sanft in Samt gebettet.
Und himmlisch rein, als Seelentor,
erstrahlt die fünfte dann empor.
Mit Tränenzittern, Augenbeben,
erlangt mein Suchen neues Leben,
Wahres Streben!
Schatz zu heben,
mir gegeben!
So wühle ich im Wortgeflodder,
und breche Laute an den Zeilen,
die Hirnen aus dem Schädel eilen,
wie grünverdünnter Nasenschnodder…
Geschrieben in antithesis, Anfang, Ende | Keine Kommentare »
Abendmahl
1.12.2007 von Gedanquill.
Der Wille ward frei durch den Schmerz
des Menschensohns opferndes Fügen.
Zum Heil weist den Geist nur das Herz,
Verstand ist die Schale für Lügen
Und Qual.
Ich sehe die Hoffnung der Liebe
zum Darwin’schen Wandel der Glut,
zum Dulden der Hiebe und Triebe
der mordenden, sterbenden Brut
Großer Zahl.
Der Rotwein ist Blut meiner Sünden,
der Laib Frucht für meine Begier.
So schluck ich das mahnende Künden,
von Liebe als göttlicher Zier
Deiner Wahl.
So schmecke ich täglich die Traube
als Sünde mir gänzlich gewahr.
und speise im ehrlichen Glaube,
dass dieses Dein Ansinnen war
Aus dem Gral.
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regen ahnen
27.10.2006 von Gedanquill.
Am Anfang waren Tränen.
Schmerzfreudentränen perlen liebevoll die sanfte Ahnung eines Regens auf unberührte Haut.
Erst dann weckte das Wort.
Schon vertraut, noch nie in dieser ungedämpften schneidend klaren Deutlichkeit vernommen, haucht es die erste Feder wie einen Sonnenpfeil in das Allerinnerste.
Hallo.
Eindruck. Atmen.
Ich bin da.
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