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- 4.3.2009: So ein netter Versuch
Archiv der Kategorie hüpfballherz
In Jesus leuchten
26.5.2010 von Gedanquill.
Frei vom Wünschen und Verlangen
lehnt mein Ich sich sanft zurück.
Trotz der Zwänge stirbt mein Bangen
zwischen Seufzern voller Glück.
Als mir Blicke durch die Stirn
weit in alle Himmel lachen
löst im lichtverzückten Hirn
sich mein Denken in ein Wachen.
Behutachtsam erfühlt sich mir
der Friede im Verzicht und! Ja
zum aller Einen, jetzt und hier.
Ich bin Dir, Liebe, einfach, da.
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Trommelfell
2.7.2009 von Gedanquill.
Leichte Schläge,
immer wieder,
gar nicht träge,
auf und nieder;
Manchmal holpernd,
selten leise,
wieder stolpernd,
sanfter Weise;
Bald ein Prügeln
auf das Helle,
nicht zu zügeln,
laut und schnelle,
treibt es Beulen,
und auch Wellen,
in die Haut
an vielen Stellen,
dann Dein Lachen,
dröhnt beim Schlagen,
lässt es krachen,
kein Vertragen!
Da! Sieh! Jetzt! Wie verletzt,
ist beim nächsten Schlag zerfetzt.
Machst das Trommelfell kaputt
- und ich höre wieder gut.
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Der Frühling trinkt aus meiner Hand
21.2.2007 von Gedanquill.
Ein unsichtbares Heer aus Lüften
belagert mich und macht mich krank,
schlägt mich mit Schleim und schlechten Düften.
Mein Kopf liegt auf der Fensterbank
und treibt hinaus in Frühlingshauch.
Der Zäune Latten Winterschatten
säumt ihn mit dicken Kältematten
und zwingt hernieder auf den Bauch
den frisch geschlüpften, herrlich bunten
federleichten Farbentupfen.
Mühsam schiebt er sich hinfort,
aus der Kälte letzten Hort.
Der Weg zu weit, der Kopf weit unten,
kein Wind hilft lupfend ihm zu hupfen.
Mein Blick wird Schmerz, treibt mich zurück
in glasgefassten Körperkampf.
Durchzuckt mich plötzlich dieses Glück,
gekränkt verblasst der Schädelkrampf.
Die Türen auf und aufgesprungen,
der Schritt beschwingt von Leichtigkeit,
ein Frühlingsklang aus mir gesungen,
nun trachte ich dem Winterleid.
Ganz sacht bewahrt ins Sonnenlachen,
so trage ich den zarten Schwachen.
Knarzt schabend laut sein Flügelschwingen,
will in der Sonne er vergehen?
Nur langsam, steif will ihm gelingen
auf eig’nen Füßen schon zu stehen.
Vom Wind gefällt und fortgeweht,
sogleich reich ich ihm meine Hand.
Oh Gott, er krabbelt rauf und steht!
Vielleicht hat er die Hand erkannt?
Ich will ihn retten, will sein Leben!
Betrachte seine blauen Augen:
Darf Honigtropfen ich Dir geben?
Sein Rüssel taucht, das Gold zu saugen.
Mein Blick streift zärtlich über ihn
Minuten, Wärme, Zeitvergessen.
Er fliegt! Und wirbelt leicht dahin,
hat Lenz aus meiner Hand gegessen.
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Meiner Elfentochter
6.1.2007 von Gedanquill.
Blaue Augen, welch Zauber in Dir,
klar und fragend so schaust Du mich an.
Suchst und findest den Schützer in mir,
bindest zärtlich den Vater und Mann.
Heilige Schwüre würd’ ich auf Dich leisten.
Unverdorbenes Wissen und Wollen,
künftig das Rückgrat für Müssen und Sollen.
Edelsteine in Seide gefasst,
Sonnenfunkelnd Dein zartes Gesicht
Haut und Ohren von Elfen Du hast,
unantastbare Aura von Licht.
Werd’ Dich bewahren vor Diebischen, Dreisten.
Sanft beherrscht ist Dein zärtliches Werben,
Fäden der Liebe spinnst ohne Verderben.
Schon als Baby von himmlischen Duft
war Dein samtiges, glänzendes Haar.
Fast zerbrechlich sensibler Verstand
führt Dich stetig durch Leben und Jahr.
Glück und Erkenntnis erfahre im meisten.
Taktgefühl hast schon immer besessen,
liebenden Vater darfst Du nicht vergessen.
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Federsturm im Regenbogen
5.12.2006 von Gedanquill.
Ein Spalt in Deiner Seele Fenster
wirft Herzenslicht auf mein Empfinden.
Vertrocknet meine Stressgespenster,
die eng sich um mein Lachen winden.
Den gläsern’ Flügel öffnest mehr,
im Lichtstrahl eines Regenbogen
schickst wilde Tauben zu mir her,
als Sturm in mich hineingeflogen.
Im Seelenatem lachend stieben
wie Federnschnee sie, leicht und frisch,
um glückstoll mit mir hoch zu fliegen.
Ström all mein Wärmen ein in Dich
kein Federnschmelzen löscht mein Lieben.
Du Lichtweib, lieb’ Dich ewiglich.
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Frühlingsreigen (II)
30.11.2006 von Gedanquill.
Frühlingsreigen
Bändertanz
Köpfe neigen
Augenglanz
Liebes Glück
Herzens Lachen
Schritt zurück
Weiter machen
Köpfe drehen
Blicke heiß
Wieder sehen
Frischer Schweiß
Sehnsuchtsbann
Hände reichen
Schritt voran
Finger streichen
Körper blühen
Band gewoben
Seelenglühen
Fort geschoben
Alles fliegt
Bänder wehen
Herz besiegt
Schneller drehen
Wechselpaare
Wirbeln wild
Wehen Haare
Wüstes Bild
Sanftes Küssen
Dich gepackt
Fühlen müssen
Lippen nackt…
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Fliegender Geburtstag
28.11.2006 von Gedanquill.
Dort, der Bahnhof ist in Sicht!
Kopf heraus und schon mal winken.
Doch das Fenster öffnet nicht
Jetzt! Zwing ich das Biest zu sinken.
Eile heut’ von Süd nach Nord,
soll beruflich was gestalten.
fahr’ durch meinen Heimatort,
leider will der Zug nicht halten.
Die Familie hält die Torte
steht am Bahnsteig in dem Nest
ruft mir zu Geburtstagsworte
heute ist Familienfest!
Fang vom Kuchen noch ein Stück
doch Dreiviertel nimmt der Wind
mein Geschenk fang ich zum Glück
die Dreiviertel fängt ein Kind
sich mit seiner bunten Schürze
seine Mutter trifft der Schreck
fast ich aus dem Fenster stürze
- leichte Kurve - bin schon weg.
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sprung durch den trübschleier
4.11.2006 von Gedanquill.
Plötzlich
Erwachen.
Farbenschmeckendes Hier gespürt
fort die Watte gedämpfte Grauschleiertrübe
zu Hause
in sich.
Blutpulsierend gefühlte Eigengezeiten
einer einzig wahren
Federseele
verschmolzen die Nabel
zum hellstrahlenden
Ring
einer Hüpfballherzkrone
Wissen und Fühlen
liebkosen sich
Augenlächeln
leicht tränengespült
empfindungsgeflutetes
in sich ruhen
kein Schleier zwischen mir und Leben
Welt erfühlende Sonnenstrahlen
strömen
aus
meinem neu
verschmolzenen
kern
Bewußtseinsdichte
von sehnlichst gewünschter
Empfindlichkeit.
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